Deutsche gespalten: Soll die Bundeswehr in die Straße von Hormus?
Eine neue Umfrage zeigt, dass etwas mehr als die Hälfte der Deutschen eine mögliche Bundeswehr-Mission in der Straße von Hormus befürwortet. Bei dem geplanten Einsatz wären 45 Soldaten beteiligt, darunter Spezialtaucher für die Minenräumung. Bundeskanzler Friedrich Merz hat unter Bedingungen seine Unterstützung signalisiert, doch die öffentliche Meinung bleibt gespalten.
Laut der Erhebung sprechen sich 51 Prozent der Deutschen für die Entsendung der Marine in die Straße von Hormus aus, während 44 Prozent dagegen sind. Weitere 5 Prozent sind unentschieden. Die Zustimmung variiert dabei deutlich nach Region: 52 Prozent der Westdeutschen unterstützen den Einsatz, während 53 Prozent der Ostdeutschen ihn ablehnen.
Die deutsche Marine hat bereits das Minenjagdboot Fulda ins Mittelmeer verlegt, um es für eine mögliche Verlegung bereitzuhalten. Kanzler Merz hat drei Bedingungen für eine Beteiligung gestellt: eine Einstellung der Feindseligkeiten, einen klaren militärischen Plan und die Zustimmung des Bundestags.
Auch politisch zeigen sich deutliche Unterschiede. Wähler der Grünen unterstützen den Einsatz am stärksten – 77 Prozent sind dafür. Anhänger von CDU/CSU und SPD folgen mit ähnlicher Zustimmung. Dagegen lehnen 73 Prozent der Wähler der Alternative für Deutschland (AfD) die Mission ab und bilden damit die größte Ablehnungsfront.
Bei dem geplanten Einsatz würden 45 Soldaten, darunter Taucher, in eine Krisenregion entsandt. Sollte der Bundestag zustimmen, könnte die Fulda aus dem Mittelmeer abgezogen werden. Die Entscheidung hängt dabei sowohl von der Sicherheitslage als auch von der weiteren Entwicklung der öffentlichen Meinung ab.






