22 March 2026, 16:24

Deutsche Chemieindustrie kämpft mit historisch tiefem Vertrauensverlust und schwacher Nachfrage

Liniengraphik mit begleitendem Text zur Veranschaulichung der sinkenden Erwartungen an künftige Ölimportmengen.

Stimmung in der Chemie erreicht neuen Tiefstand seit Sommer 2023 - Deutsche Chemieindustrie kämpft mit historisch tiefem Vertrauensverlust und schwacher Nachfrage

Deutsche Chemieindustrie auf tiefstem Vertrauensniveau seit über zwei Jahren

Das Stimmungsbarometer der deutschen Chemiebranche ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren gesunken. Wie aus dem aktuellen Bericht des ifo Instituts hervorgeht, hat sich die Geschäftslage deutlich verschlechtert – die Unternehmen leiden unter wachsendem Druck durch ausländische Konkurrenz und schwache Nachfrage.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für den Sektor brach im Oktober um 7,4 Punkte ein und erreichte minus 19,4. Hauptgrund für den Rückgang sind die stark getrübten Zukunftserwartungen, die um 9,6 Punkte auf minus 13,3 abstürzten. Auch die Bewertung der aktuellen Lage fiel düster aus: Hier ergab sich ein Wert von minus 25,3.

Die Auftragsbücher sind dramatisch geschrumpft – der entsprechende Index stürzte auf minus 68,9 ab. Die Kapazitätsauslastung liegt derzeit bei nur noch 71 Prozent, fast zehn Punkte unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Innerhalb des vergangenen Jahres ging die Chemieproduktion um 3,3 Prozent zurück, während die Umsätze um 3,8 Prozent sanken.

Hohe Kosten und eine geschwächte Wettbewerbsfähigkeit zwingen die Unternehmen, Preise zu senken, Investitionen zurückzufahren und Stellen abzubauen. Trotz des allgemeinen Abschwungs zeigen einige Teilmärkte wie Chemikalien für Waschmittel noch Wachstumspotenzial – hier werden bis 2026 Umsätze in Höhe von 2,48 Milliarden US-Dollar erwartet.

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Die Krise der Branche speist sich aus einer Kombination von schwacher Nachfrage, fallenden Preisen und hartem globalen Wettbewerb. Da Produktion, Umsätze und Kapazitätsauslastung rückläufig sind, müssen die Firmen nun drastische Einschnitte vornehmen, um über die Runden zu kommen. Die Aussichten bleiben unsicher, während sich die Unternehmen an die anhaltenden Herausforderungen anpassen.

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