17 March 2026, 02:22

Das Ende von Box – Der Preiskönig: Nach 20 Jahren schließt die Kult-Kette

Schwarz-weiß-Anzeige für einen Friedländer-Laden in Deutschland, der ein Gebäude mit Text auf der Fassade zeigt.

Das Ende von Box – Der Preiskönig: Nach 20 Jahren schließt die Kult-Kette

Nach mehr als 20 Jahren im Geschäft schließt die bayerische Einzelhandelskette Box – Der Preiskönig endgültig ihre Türen. Das Unternehmen, das einst als Anlaufstelle für günstige Haushalts- und Dekorationsartikel galt, wird seine letzten beiden Filialen in Traunstein und Bad Reichenhall schließen. Rund 60 Mitarbeiter stehen nun vor dem Verlust ihrer Arbeitsplätze, während die letzten Standorte ihren Betrieb einstellen.

Box – Der Preiskönig begann als kleiner Händler, wuchs aber auf bis zu 13 Filialen in Oberbayern in seiner Blütezeit. Die Kette machte sich einen Namen mit preiswerten Artikeln und bediente Kunden, die nach praktischen und dekorativen Produkten ohne hohe Preise suchten.

Der Niedergang setzte ein, als sich die Einkaufsgewohnheiten änderten. Immer weniger Menschen besuchten stationäre Geschäfte und zogen stattdessen die Bequemlichkeit von Online-Händlern vor. Geschäftsführer Anderl Knorr-Gulde kündigte die Schließung im September den Mitarbeitern an und nannte betriebliche Herausforderungen als Grund für die Auflösung der Verträge.

Steigende Kosten, Fachkräftemangel und bürokratische Hürden verschärften die Probleme des Unternehmens. Knorr-Gulde räumte ein, dass die Entscheidung mit gemischten Gefühlen verbunden sei, und erklärte, dass die Führung des Unternehmens für ihn an Reiz verloren habe. Die letzten beiden Filialen werden nun geschlossen – damit endet eine Ära für den langjährigen Händler.

Die Schließung von Box – Der Preiskönig hinterlässt 60 Beschäftigte auf der Suche nach neuen Chancen. Gleichzeitig unterstreicht sie die Herausforderungen, vor denen kleine und mittlere Einzelhändler in Deutschland heute stehen. Angesichts der Dominanz des Online-Handels kämpfen traditionelle Geschäfte weiterhin mit steigenden Kosten und veränderten Konsumgewohnheiten.

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