Daiichi Sankyo setzt auf Deutschland trotz gesundheitspolitischer Kritik mit Milliardeinvestition
Rolf WendeDaiichi Sankyo setzt auf Deutschland trotz gesundheitspolitischer Kritik mit Milliardeinvestition
Daiichi Sankyo kündigt Milliardeinvestition in Deutschland an – trotz Kritik an Gesundheitspolitik
Trotz jüngster Kritik an der deutschen Gesundheitspolitik hat der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo eine große Investition in Deutschland bekannt gegeben. Der Konzern plant, seinen Standort in Pfaffenhofen (Bayern) für rund eine Milliarde Euro auszubauen. Es handelt sich um eine der größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte.
Pfaffenhofen ist bereits das größte Werk von Daiichi Sankyo außerhalb Japans. Benoit Creveau, Deutschland-Chef des Unternehmens, bestätigte die Entscheidung und betonte die Bedeutung Deutschlands als Schlüsselmarkt.
Creveau räumte zwar ein, dass der Entwurf zur Krankenkassenreform enttäuschend sei, verwies jedoch darauf, dass Investitionsentscheidungen von mehreren Faktoren abhängen. Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und der Zugang zu Fachkräften spielten eine zentrale Rolle bei der Standortwahl.
Die Ankündigung erfolgt zu einer Zeit, in der andere Pharmaunternehmen ihre Investitionen in Deutschland zurückfahren. Daiichi Sankyo, mit einem Jahresumsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro der zweitgrößte Arzneimittelhersteller Japans, treibt seine Expansionspläne hingegen voran.
Die Milliardeinvestition soll die Forschungs- und Produktionskapazitäten in Pfaffenhofen deutlich erweitern. Trotz politischer Bedenken bleibt das Engagement des Konzerns in Deutschland stark – ein Zeichen für die anhaltende Attraktivität des Standorts für große Pharmainvestitionen.
