30 June 2026, 20:47

Braunschweigs Einzelhandel kämpft mit jahrelangen Baustellen und fehlender Hilfe

Keine Soforthilfe für durch Bauarbeiten beschädigte Unternehmen: Das wird nicht passieren

Braunschweigs Einzelhandel kämpft mit jahrelangen Baustellen und fehlender Hilfe

Braunschweiger Einzelhändler leiden unter anhaltenden Bauarbeiten am Hagenmarkt, Bültenweg und Helmstedter Straße

Die anhaltenden Bauarbeiten in Braunschweig – am Hagenmarkt, Bültenweg und in der Helmstedter Straße – setzen lokale Unternehmen stark unter Druck. Durch die Baustellen ging Passantenaufkommen zurück, Parkplätze fielen weg, und Zufahrtswege wurden blockiert. Betroffene fordern nun Unterstützung von der Stadt.

Die BIBS-Gruppe und Robert Glogowski hatten zunächst einen Antrag eingebracht, um den Baustellenfonds wieder einzuführen. Sie argumentierten, die städtischen Maßnahmen schadeten dem Einzelhandel massiv, und es brauche sofortige Hilfe. Glogowski betonte, dass solche Schäden für den lokalen Handel nicht hinnehmbar seien.

Kurz vor der Ratssitzung legten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen jedoch einen letzten Änderungsantrag vor. Dieser zielte weniger auf akute finanzielle Hilfen ab, sondern auf langfristige Lösungen. Vorgeschlagen wurde eine Bestandsaufnahme, um die Unterstützung für betroffene Betriebe zu verbessern – gestützt auf Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Die geplante Analyse soll frühere Maßnahmen bewerten und neue finanzielle sowie nicht-finanzielle Instrumente entwickeln. Zudem sollen klare, transparente Kriterien für deren Einsatz festgelegt werden. Kritiker wie Stefan Wirtz (AfD) bemängelten, der Zeitplan sei zu zögerlich.

Der Änderungsantrag wurde angenommen und modifizierte damit Glogowskis ursprünglichen Vorstoß. Die Ergebnisse sollen nun in die zuständigen Ausschüsse des Rates einfließen, bevor im Haushaltsjahr 2027/2028 darüber entschieden wird.

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Der Stadtrat hat sich damit zu einer gründlichen Überprüfung der Unternehmensförderung bei langfristigen Baustellen verpflichtet. Die Ergebnisse werden künftige Hilfsprogramme prägen. Betroffene Betriebe müssen jedoch mindestens bis 2027 auf mögliche neue Maßnahmen warten.

Quelle