BMW warnt vor Gewinneinbruch durch Chinas schwächelnden Automarkt
BMW gibt Gewinnwarnung nach starkem Einbruch auf Chinas Automarkt aus
Der bayerische Automobilkonzern BMW hat eine Gewinnwarnung herausgegeben, nachdem der chinesische Automarkt einen deutlichen Rückgang verzeichnete. Der neue Vorstandsvorsitzende Oliver Nedeljković steht damit vor einem schwierigen Start – in einer Branche, die mit sinkenden Absatzzahlen und sich wandelnden Kundenwünschen kämpft.
Im Mai 2024 brachen die Neuzulassungen in China im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent ein. Besonders betroffen waren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, deren Absatz um 39 Prozent zurückging, während Alternativantriebe einen Rückgang von 7,5 Prozent verzeichneten. Erstmals setzten sich in den Top 10 der meistverkauften Modelle ausschließlich batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride durch – darunter mit Teslas Model Y und Model 3 nur zwei Nicht-China-Modelle.
Der Marktanteil rein elektrischer Fahrzeuge stieg auf 42,21 Prozent und überholte damit erstmals Verbrenner, deren Anteil auf 37,1 Prozent sank. Deutsche und japanische Hersteller, darunter BMW, verloren Marktanteile, während chinesische Marken ihre Dominanz weiter ausbauten. Der Branchenanalyst Ferdinand Dudenhöffer kritisierte, BMW habe in der Vergangenheit zentrale Chancen verpasst und sei nun besonders anfällig für die aktuelle Krise.
Der Konzern räumte ein, dass die robuste Nachfrage in Europa und den USA den drastischen Einbruch in China und der Asien-Pazifik-Region nicht ausgleichen könne. Besonders belastend ist, dass sowohl die Absatzzahlen als auch die Gewinnmargen der Verbrennermodelle eingebrochen sind.
Für das laufende Jahr wird mit einer weiteren Abschwächung des chinesischen Marktes gerechnet, was den Druck auf die Automobilhersteller erhöht. Die Gewinnwarnung von BMW unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die Branche steht: Der Wettbewerb verschärft sich, während die Nachfrage nach klassischen Verbrennern weiter sinkt.






