19 June 2026, 04:16

BMW setzt auf Blockchain für Kilometerstände und sichere Fahrzeugdaten

Für BMW ist Blockchain mehr als nur ein Buzzword

BMW setzt auf Blockchain für Kilometerstände und sichere Fahrzeugdaten

BMW testet Blockchain-Technologie zur Erfassung von Fahrleistungen und sicheren Datenaustausch

Der Automobilkonzern BMW erprobt Blockchain-Lösungen, um Fahrzeugkilometerstände zu dokumentieren und Daten sicher zu teilen. Über die hauseigene App VerifyCar ermöglicht das Unternehmen Drittparteien den Zugriff auf verifizierte Informationen. Damit unterstreicht BMW seinen wachsenden Fokus auf digitale Innovationen in der Automobilbranche.

Seit mehr als drei Jahren erkundet der Konzern mögliche Anwendungen der Blockchain – insbesondere in den Bereichen Lieferketten-Transparenz und Datensicherheit. In einem Pilotprojekt verfolgte BMW erfolgreich die Herkunft von Frontscheinwerfer-Komponenten über mehrere Partner hinweg und bewies so die Zuverlässigkeit der Technologie.

Mit der Initiative PartChain strebt das Unternehmen den Aufbau einer offenen Plattform für den sicheren Datenaustausch in Lieferketten an. Zudem gehört BMW zu den Gründungsmitgliedern der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI), einem Verbund von 120 Unternehmen, die branchenübergreifende Lösungen entwickeln. Innerhalb von MOBI leitet der Konzern die Arbeitsgruppe für Lieferketten.

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Andre Luckow, bei BMW verantwortlich für Blockchain-Projekte, sieht darin weitreichendes Potenzial. Die Technologie könne Zwischenhändler überflüssig machen und sichere Transaktionen sowie neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Intelligente Verträge (Smart Contracts) könnten Prozesse automatisieren, Kosten senken und Aktivitäten standardisieren. Luckow schlägt zudem vor, ein digitales Fahrzeuglogbuch einzuführen, das Zulassung und Versicherung vereinfacht – ganz ohne Papierkram.

Die VerifyCar-App und das PartChain-Projekt zeigen, wie ernst es BMW mit der Blockchain-Integration meint. Diese Entwicklungen könnten die Art und Weise verändern, wie Autodaten verwaltet und geteilt werden. Langfristig ebnet die Technologie möglicherweise den Weg für papierlose Abläufe in der Fahrzeugverwaltung.

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