BMW senkt Gewinnprognose wegen schwacher China-Umsätze und Zollprobleme
Freia MansBMW senkt Gewinnprognose wegen schwacher China-Umsätze und Zollprobleme
BMW senkt Jahresgewinnprognose nach schwächeren China-Umsätzen als erwartet
Nach enttäuschenden Absatzzahlen in China hat BMW seine Jahresgewinnprognose nach unten korrigiert. Der Aktienkurs des Konzerns brach am Dienstagabend nach Bekanntgabe der Revision deutlich ein. Die angepasste Einschätzung stellt eine spürbare Abkehr von den ursprünglich für 2025 gesetzten Zielen dar.
Ursprünglich hatte der Autobauer eine Gewinnmarge von 5 bis 7 Prozent in der Pkw-Sparte angestrebt. Nun rechnet das Unternehmen damit, dass die Marge bis 2025 nur noch zwischen 5 und 6 Prozent liegen wird. Hintergrund ist ein deutlich schwächeres China-Geschäft im dritten Quartal, das weit hinter den Erwartungen zurückblieb.
BMW hatte zuvor versprochen, das Gewinnniveau von 2024 auch im Folgejahr zu halten. Stattdessen prognostiziert der Konzern nun einen leichten Rückgang des Vorsteuerergebnisses für 2025. Der schwächelnde chinesische Markt bleibt der Hauptgrund für die Herabstufung, verschärft durch Verzögerungen bei der Senkung von Zöllen, die zusätzliche finanzielle Belastungen mit sich bringen.
Unterdessen melden sich Politiker zu den Herausforderungen der Branche zu Wort. Markus Söder (CSU) und Olaf Lies (SPD) fordern, dass die EU ihr für 2035 geplantes Verbot von Neuzulassungen für Verbrenner lockert. Ihr Vorschlag sieht vor, auch nach dem Stichtag noch Hybridfahrzeuge zuzulassen – was Hersteller wie BMW entlasten könnte.
Die Herabstufung der Prognose hat bereits Auswirkungen auf den BMW-Aktienkurs, der nach der Bekanntgabe nachgab. Die korrigierte Gewinnmarge und die gesenkten Vorsteuererwartungen spiegeln die anhaltenden Schwierigkeiten in China wider. Politische Forderungen nach regulatorischen Anpassungen könnten zudem die künftige Strategie des Autobauers prägen.






