Baywa erhält grüne Ampel für Restrukturierung nach StaRUG-Verfahren
Baywa erhält gerichtliche Zustimmung für Restrukturierungsplan nach StaRUG
Das Unternehmen hat die gerichtliche Genehmigung für seinen Umstrukturierungsplan im Rahmen des deutschen StaRUG-Verfahrens erhalten. Die Entscheidung folgt auf eine deutliche Unterstützung der Gläubiger, von denen 93,20 Prozent für den Vorschlag stimmten. Damit kann Baywa seine finanzielle und operative Neuausrichtung zügig vorantreiben.
Ein jüngster Gerichtstermin bestätigte die Rechtmäßigkeit des Plans und markiert einen entscheidenden Meilenstein im Restrukturierungsprozess. Michael Baur, der Chief Restructuring Officer von Baywa, erklärte, das Unternehmen könne sich nun auf operative Verbesserungen konzentrieren. CEO Frank Hiller fügte hinzu, das Ergebnis sende ein beruhigendes Signal an Kunden und Lieferanten.
Die Gläubiger haben dem Vorhaben breiten Rückhalt gewährt: Rund 300 Finanzgebern stimmten zu, Kredite bis zum 31. Dezember 2028 zu verlängern. Aktionäre und Kreditgeber sagten zudem zusätzliche Mittel in Höhe von 435 Millionen Euro für die Erneuerbare-Energien-Sparte Baywa r.e. zu. Darüber hinaus wurde eine Kapitalerhöhung von bis zu 201,6 Millionen Euro beschlossen, um die finanzielle Lage des Konzerns zu stärken.
Von der Umstrukturierung betroffen ist allein die Muttergesellschaft Baywa AG; die Tochterunternehmen bleiben unberührt. Noch in diesem Jahr hatte Baywa Pläne verworfen, eine Mehrheitsbeteiligung an Baywa r.e. an Energy Infrastructure Partners zu verkaufen, und sich stattdessen für diese umfassende Refinanzierungsstrategie entschieden.
Mit der gerichtlichen Genehmigung und der bestätigten Gläubigerunterstützung nimmt die Restrukturierung von Baywa Fahrt auf. Die verlängerten Kreditlaufzeiten und das frische Kapital werden dazu beitragen, die Finanzlage des Unternehmens zu stabilisieren. In der nächsten Phase steht die Umsetzung der geplanten operativen Änderungen im Mittelpunkt.






