24 April 2026, 22:22

Bayern will mit photonischen Chips die Halbleiter-Zukunft revolutionieren

Schwarzes und weißes Foto eines Fabrikinneren mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Bayern stärkt Führung in der Chipproduktion - Bayern will mit photonischen Chips die Halbleiter-Zukunft revolutionieren

Bayern treibt Ausbau seiner Vorreiterrolle in der deutschen Chip-Produktion voran. Der Freistaat plant die Herstellung hochmoderner photonischer Chips, die den Energieverbrauch um bis zu 90 Prozent senken könnten. Gleichzeitig arbeiten die Verantwortlichen daran, die Abhängigkeit von asiatischen Halbleiterlieferanten zu verringern – angesichts des anhaltenden globalen Wettbewerbs in der Branche.

Die COVID-19-Pandemie hatte die Schwachstellen in der deutschen Chip-Versorgung schonungslos offenbart und der Automobilindustrie schwere Verluste beschert. Als Reaktion hat Bayern bereits 700 Millionen Euro in den Ausbau der heimischen Produktion investiert. Nun will das Land Spitzenforscher aus dem In- und Ausland mit Gehältern über dem Marktüblichen anwerben.

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Photonische Chips, ein zentraler Baustein der Initiative, versprechen eine deutlich höhere Energieeffizienz als herkömmliche Halbleiter. Sie könnten ganze Industrien revolutionieren, indem sie den Stromverbrauch um bis zu 90 Prozent reduzieren. Bayerns Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Europa Mühe hat, sein Ziel zu erreichen, 20 Prozent der weltweiten Chip-Produktion zu stemmen – aktuell liegt der Anteil bei nur 8 Prozent.

Die politischen Bemühungen um eine unabhängige europäische Halbleiterproduktion werden immer intensiver. Doch der harte Wettbewerb mit Asien und den USA erschwert rasche Fortschritte. Bayern setzt auf eine Doppelstrategie: Neben Forschungsanreizen sollen groß angelegte Produktionsstätten die Position des Freistaats stärken.

Mit den Investitionen in photonische Chips und attraktiven Gehältern für Forscher unterstreicht Bayern seinen Willen, die deutsche Halbleiterbranche anzuführen. Gelingt der Plan, könnten nicht nur die Energiekosten sinken, sondern auch die Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern verringert werden. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, ob es gelingt, sich im globalen Wettbewerb durchzusetzen und die Produktion effizient hochzufahren.

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