18 April 2026, 06:26

Bayern setzt auf Energiespeicher und schwimmende Solaranlagen für die Zukunft

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bayern setzt auf Energiespeicher und schwimmende Solaranlagen für die Zukunft

Bayern treibt die Pläne zum Ausbau der Energiespeicherung und zur Verbesserung der Netzanbindung entschlossen voran. Bei jüngsten Gesprächen am Runden Tisch Speicher und Verteilnetze sowie auf dem Bayerischen Netzgipfel wurden neue Weichen für Großspeicherprojekte gestellt. Gleichzeitig ging in der Region eine bahnbrechende Solaranlage in Betrieb – ein weiterer Schritt in der Innovation erneuerbarer Energien.

Auf den kürzlichen Energiegipfeln einigten sich Verantwortliche aus Politik und Wirtschaft auf Maßnahmen, um die Rahmenbedingungen für netzverträgliche Speicherlösungen zu vereinfachen. Der bayerische Speicherhersteller Fenecon begrüßte die Beschlüsse und betonte, dass sie zur Unternehmensstrategie passten. Das Unternehmen betreibt am Standort ein Werk, in dem sowohl neue als auch gebrauchte Batterien aus Elektrofahrzeugen zu Großspeichersystemen umfunktioniert werden.

Der Energieversorger Bayernwerk verzeichnet derzeit einen starken Anstieg an Anschlussanfragen für Großbatteriespeicher. Wie Geschäftsführer Leo Westphal mitteilte, sind bereits Speicherkapazitäten von rund 1.000 Megawatt im Bayernwerk-Netz registriert. Nick Seeger von Bayernwerk Netz präzisierte jedoch, dass nicht alle Anlagen ohne Einschränkungen angeschlossen werden könnten. Ab Oktober plant das Unternehmen, Anschlussangebote für 800 Megawatt Großspeicher zu unterbreiten.

In einer weiteren Entwicklung hat Sinn Power das weltweit erste schwimmende Photovoltaik-Kraftwerk mit vertikalen Modulen in Betrieb genommen. Die 1,87-Megawatt-Anlage auf einem Kieswerk in Gilching soll jährlich etwa 1.800 Megawattstunden Strom erzeugen – genug, um rund 500 Haushalte zu versorgen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert einen beschleunigten Ausbau der Speicherkapazitäten sowie neue Regelungen, um die Netzanschlussverfahren zu vereinfachen. Sein Vorstoß spiegelt die wachsende Nachfrage und den Bedarf an modernisierter Infrastruktur wider.

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Die neuen Richtlinien und Projekte markieren einen Wandel in der bayerischen Energiestrategie. Netzbetreiber wie Bayernwerk bereiten sich darauf vor, Hunderte Megawatt an Speicherkapazitäten zu integrieren, während Unternehmen wie Fenecon und Sinn Power mit innovativen Lösungen voranschreiten. Diese Schritte sollen die Energieunabhängigkeit der Region stärken und das Wachstum erneuerbarer Energien fördern.

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