Bayerischer Jäger wegen grausamer Wildschweinjagd verurteilt – Jagdschein entzogen
Bayram JohannBayerischer Jäger wegen grausamer Wildschweinjagd verurteilt – Jagdschein entzogen
Ein Hobbyjäger aus Bayern muss sich wegen seiner umstrittenen Jagdmethoden vor Gericht verantworten. Lasse Böckmann aus Cham erhielt einen Strafbefehl, nachdem er Hunde eingesetzt hatte, um Wildschweine bis zur Erschöpfung zu hetzen und sie auf eine als unethisch und illegal eingestufte Weise zu töten.
Böckmann setzte Jagdhunde ein, um die Wildschweine auszupowern, bevor er sie mit einem Sauenspieß erlegte. Die Hunde hielten die Tiere dabei an Kehle, Ohren oder Rüssel fest, was ihnen erhebliche Schmerzen und Stress zufügte. Ihm war bewusst, dass diese Methode gegen Jagdvorschriften und ethische Grundsätze verstieß.
Seine Handlungen beschränkten sich nicht auf die Jagd selbst. Auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte er grausame Videos seiner Wildschweinjagden, um damit Outdoor- und Jagdausrüstung zu bewerben. Diese Darstellungen stießen bei den meisten Jägern auf Ablehnung und schadeten dem öffentlichen Image der Jägerverbände. Letztlich griff nicht die Jägerschaft selbst ein, sondern die Justiz.
Das Gericht entzog Böckmann den Jagdschein und verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 4.800 Euro, berechnet nach 80 Tagessätzen zu je 60 Euro. Ihm wurde vorgeworfen, einen Wirbeltier ohne rechtfertigenden Grund widerrechtlich getötet zu haben. Das Urteil setzt ein deutliches Zeichen für die Grenzen zulässiger Jagdmethoden.






