Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für ein Stück antike Geschichte
Rolf WendeGrüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für das Römermuseum in Augsburg bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für ein Stück antike Geschichte
Augsburg kommt dem Bau eines neuen Römermuseums einen großen Schritt näher, nachdem die Stadt 30 Millionen Euro aus München für das Projekt gesichert hat. Die Gesamtkosten werden auf rund 60 Millionen Euro geschätzt. Das Museum soll die reiche Geschichte Augsburgs als eine der bedeutendsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen präsentieren. Die Planer streben eine Fertigstellung bis 2033 an, doch steht noch die endgültige Zustimmung des Stadtrats aus.
Augsburg war einst als Augusta Vindelicum ein zentraler römischer Stützpunkt und später sogar Hauptstadt der Provinz Raetia. Das letzte Römermuseum der Stadt musste 2012 wegen baulicher Mängel schließen, sodass die Exponate seit über einem Jahrzehnt ohne feste Bleibe sind.
Das neue Museum entsteht auf einem landeseigenen Gelände in der Karmelitengasse, wo früher ein Gefängniskomplex stand. Zu den Highlights zählen seltene Funde, darunter ein Mosaik aus dem 2. oder 3. Jahrhundert, das 1986/87 im Stephansgarten entdeckt wurde. Dieses außergewöhnlich gut erhaltene Kunstwerk – zusammen mit Wandmalereien, Marmorverkleidungen und einer antiken Fußbodenheizung – stammte aus der Nähe des ehemaligen römischen Forums.
Weitere Attraktionen werden der Augsburger Siegesaltar, ein originales Exponat, das bereits bei Veranstaltungen wie dem Festival der tollen Funde in Rosenheim zu sehen war, sowie eine enge Verbindung zur Landesausstellung Römisches Bayern sein, die von der Archäologischen Staatsammlung München organisiert wird. Ursprünglich für 2029 geplant, wurde die Ausstellung Römerwelten nun auf 2033 verschoben, um mit der Museumseröffnung zusammenzufallen.
Da München die Hälfte der 60 Millionen Euro übernimmt, markiert das Projekt einen wichtigen Meilenstein für die Bewahrung des römischen Erbes Augsburgs. Bei einer Zustimmung des Stadtrats erhalten die seit Jahren eingelagerten oder ausgeliehenen Artefakte endlich eine dauerhafte Heimat. Mit dem Zieltermin 2033 wird Besuchern bald ein eigener Ort geboten, um in die antike Vergangenheit der Stadt einzutauchen.






