05 June 2026, 12:28

Artenschutz in Landshut zeigt Erfolge – doch Kürzungen bedrohen künftige Projekte

Erfolgreich trotz unsicherer Anzeichen

Artenschutz in Landshut zeigt Erfolge – doch Kürzungen bedrohen künftige Projekte

Landshuter Landschaftspflegeverband (LPV) verzeichnet Fortschritte im Artenschutz – doch Haushaltskürzungen gefährden künftige Projekte

Der Landshuter Landschaftspflegeverband (LPV) hat bemerkenswerte Erfolge beim Schutz heimischer Tierarten und Lebensräume erzielt. Zu den jüngsten Vorhaben zählen die Renaturierung von Feuchtgebieten, die Anlage von Laichgewässern sowie Kooperationen mit Energieversorgern. Doch für 2025 drohen Kürzungen bei den Fördermitteln, die künftige Naturschutzmaßnahmen in der Region gefährden.

Im Feuchtgebiet Ochsenau dokumentierte der LPV im Rahmen des Projekts „Ochsen in der Ochsenau“ seltene Pflanzenarten und fragile Ökosysteme. Die Initiative hat dazu beigetragen, das öffentliche Bewusstsein für den Naturschutz im Landkreis Landshut zu schärfen. Gleichzeitig unterstützte die Arbeit des Verbandes zur Wiederherstellung von Laichplätzen bedrohter Fischbestände, darunter Nasen und Barben.

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Ein besonderer Erfolg gelang im Mettenbach-Grießenbach-Moor, wo ein elektrifizierter Zaun zum Schutz bodennistender Vögel installiert wurde. Bereits im ersten Jahr zeigten sich positive Effekte: Störungen von Wiesenbrütern gingen spürbar zurück. Zudem investierte der LPV 40.000 Euro in fünf neue Laichgewässer, die Amphibien lebenswichtige Rückzugsräume bieten.

Trotz dieser Erfolge mehren sich die finanziellen Herausforderungen. Die Mittel für 2025 wurden gekürzt, sodass zahlreiche geplante Projekte auf 2026 verschoben werden müssen. Dennoch verzeichnete der LPV 2024 ein sechsstelliges Ergebnis – unter anderem dank einer neuen Vereinbarung mit TenneT zur Ausgleichsflächenbewirtschaftung. Weitere Highlights waren die Aktion „Landshut blüht auf“, bei der 472 Obstbäume gepflanzt und über fünf Hektar Blumenwiesen angelegt wurden. Zudem wurde ein Pflegevertrag unterzeichnet, der die Wörnstorfer Streuobstwiesen durch naturschonende Mahd schützt.

Die Arbeit des LPV basiert maßgeblich auf ehrenamtlichem Engagement, Bürgerbeteiligung und lokalen Partnerschaften. Diese Bemühungen haben nicht nur die biologische Vielfalt gestärkt, sondern auch eine Kultur der Umweltverantwortung in der Region gefördert.

Die Projekte des Verbandes zeigen messbare Erfolge – vom Schutz von Fischen und Amphibien über seltene Pflanzen bis hin zu bedrohten Vogelarten. Doch angesichts der gekürzten Mittel für das kommende Jahr müssen einige Vorhaben verschoben werden. Wie gut der LPV seine Naturschutzziele in den nächsten Jahren erreichen kann, hängt nun davon ab, ob es gelingt, sich anzupassen und neue Partnerschaften zu schließen.

Quelle