AfD gewinnt in Umfragen, scheitert aber oft bei Kommunalwahlen im Osten
Verena GuteAfD gewinnt in Umfragen, scheitert aber oft bei Kommunalwahlen im Osten
Die AfD hat in bundesweiten Umfragen zugelegt, musste aber bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland Rückschläge hinnehmen. Zwar liegt die Partei in aktuellen Erhebungen zwei bis drei Prozentpunkte vor der Union, doch ihre Erfolge bei Bürgermeister- und Kreistagswahlen bleiben begrenzt. Unterdessen hat der Politik-Podcast Bundestalk Strategien diskutiert, um dem wachsenden Einfluss der AfD entgegenzuwirken.
In diesem Jahr trat die AfD in 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen in Ostdeutschland an. Trotz des bundesweiten Aufwärtstrends konnte sie nur zwei Siege verbuchen: in Altenberg (Sachsen) und Zehdenick (Brandenburg). Die Ergebnisse deuten auf eine Kluft zwischen regionaler Unterstützung und den übergeordneten Umfragewerten hin.
In Sachsen-Anhalt kommt die AfD derzeit auf 41 Prozent in den Umfragen, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 36 Prozent. Dennoch setzte sich im Uckermark-Kreistag die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk klar gegen ihren AfD-Herausforderer Felix Teichner durch. Dörk wies Debatten über eine „Brandmauer“ gegen die AfD als Ablenkung zurück und verwies stattdessen auf ihre nachgewiesene Kompetenz.
Teichner, AfD-Abgeordneter und Kandidat, verband in seinem Wahlkampf klassische Politik mit persönlicher Ausstrahlung. Bei Veranstaltungen spielte er am Klavier Lieder des linksextremen Liedermachers Hannes Wader und inszenierte sich als bürgernaher Bewerber. Dennoch entschieden sich die Wähler mehrheitlich für Dörks Erfahrung.
Bundesweit zieht die AfD vor allem Wähler von CDU und CSU an, doch der Wandel fällt moderat aus. Ein größerer Teil der ehemaligen konservativen Anhänger plant stattdessen, nicht zur Wahl zu gehen oder linke Parteien zu unterstützen. Die jüngste Folge von Bundestalk analysierte diese Entwicklungen und lotete Möglichkeiten aus, die Dynamik der AfD zu bremsen.
Der Vorsprung der AfD in bundesweiten Umfragen steht im Kontrast zu ihren durchwachsenen Ergebnissen auf lokaler Ebene. Zwar dominiert die Partei die Umfragen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, doch ihre Kandidaten scheiterten in den meisten Regionalwahlen. Die Resultate zeigen sowohl den wachsenden Einfluss der AfD als auch die Herausforderungen, mit denen sie an der Basis konfrontiert ist.






