Abschied vom historischen Zollgebäude in Furth im Wald nach 91 Jahren
Historisches Zollgebäude in Furth im Wald offiziell geschlossen
Am 1. April 2025 wurde das historische Zollgebäude in Furth im Wald offiziell geschlossen. Der seit 1934 bestehende Grenzübergang wurde an die Polizei übergeben. Eine Abschiedsfeier am 7. April markierte das Ende der Ära als Zollstelle.
Die Bedeutung des Gebäudes hatte seit dem EU-Beitritt Tschechiens im Jahr 2004 stetig abgenommen. Grenzkontrollen wurden seltener, und die hohe Miete machte die Schließung schließlich unvermeidbar.
René Matschke, Leiter des Zollamts Regensburg, nahm zum letzten Mal das Zollschild ab. Das Schild selbst wird im Stadtarchiv von Furth im Wald aufbewahrt. Die dort stationierten Zollbeamten bleiben zwar in der Stadt, wechseln aber in das gegenüberliegende Zollgebäude.
Durch diese Schließung und eine weitere Maßnahme im Landkreis erwartet die Zollbehörde Einsparungen von fast 500.000 Euro. Die Geschichte des Gebäudes ist auch von einem tragischen Ereignis geprägt: Am 14. Oktober 1972 wurde der Zollbeamte Anton Kreim während seines Dienstes tödlich angeschossen.
Mit der Schließung endet eine Epoche für die Grenzstadt. Das Zollschild und die Erinnerungen bleiben im örtlichen Archiv erhalten. Die Zollbehörde konzentriert sich nun auf Kosteneinsparungen und die Umverteilung der Mitarbeiter in andere Einrichtungen.






