29 June 2026, 12:37

50 Jahre Gipsabbau bei Würzburg: Warum das Trinkwasser in Gefahr sein könnte

Hürde auf dem Weg zu einem neuen Gipsbergwerk genommen

50 Jahre Gipsabbau bei Würzburg: Warum das Trinkwasser in Gefahr sein könnte

Knauf plant 50-jährigen Gipsabbau bei Würzburg – Streit um Trinkwasserrisiken

Der Baustoffkonzern Knauf hat ein Projekt für den Gipsabbau nahe Würzburg vorgeschlagen, das über 50 Jahre laufen und jährlich eine Million Tonnen fördern soll. Der Plan hat eine kontroverse Debatte ausgelöst, da Kritiker mögliche Gefahren für die regionale Trinkwasserversorgung befürchten.

Die Regierung von Unterfranken hat das Vorhaben kürzlich geprüft. In ihrem Bericht kommt sie zu dem Schluss, dass der Abbau keine unkontrollierbaren Risiken berge – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen eingehalten. Knauf begrüßte diese Einschätzung als eine weitere fachliche Bestätigung für das Projekt.

Die Gegenwehr ist jedoch massiv: Eine Online-Petition gegen den Gipsabbau sammelte bereits über 5.600 Unterschriften. Die Grünen kritisierten den Bericht scharf und warfen ihm vor, die Bedrohung für die lokalen Wasserressourcen zu verharmlosen.

Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens wurden 79 Behörden angehört, zudem gingen mehr als 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung ein. Ein Restrisiko bleibt bestehen – bei einem Absinken des Grundwasserspiegels müsste der Betrieb eingestellt werden. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung trifft das Bergamt Nordbayern bis Jahresende.

Ob das Projekt Realität wird, hängt davon ab, ob alle Auflagen erfüllt werden. Bei einer Bewilligung könnte der Abbau ein halbes Jahrhundert andauern, doch der Schutz des Grundwassers wird über seine Machbarkeit entscheiden. Mit einem endgültigen Bescheid wird noch vor Dezember gerechnet.

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