17 June 2026, 16:04

393 Menschen ertrinken 2025: Warum junge Erwachsene besonders gefährdet sind

Mobil weg, Kinder im Blick: DLRG Fürth warnt zum Start der Badeaison - Playmobil Action Day in Zirndorf

393 Menschen ertrinken 2025: Warum junge Erwachsene besonders gefährdet sind

Ertrinken bleibt ein ernstes Risiko in Deutschland: 2025 ertranken mindestens 393 Menschen bei Badeunfällen bundesweit. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Todesfälle unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 11 und 30 Jahren. Experten warnen, dass Selbstüberschätzung und Alkohol eine zentrale Rolle bei diesen Unfällen spielen.

Jüngere Erwachsene unterschätzen häufig die Gefahren im Wasser, während Alkohol ihr Urteilsvermögen zusätzlich beeinträchtigt. Bei älteren Schwimmern kann plötzlicher Kältereiz im Wasser lebensbedrohliche Reaktionen auslösen. Flüsse bergen ein besonders hohes Risiko – viele Unfälle passieren, weil Strömungen oder Wassertiefen falsch eingeschätzt werden.

Schwimmunterricht in Schulen nimmt ab Durch einen Mangel an qualifizierten Sportlehrkräften und größere Klassen mit unterschiedlichen Leistungsständen erhalten Kinder seltener die Möglichkeit, Schwimmen zu lernen. Dadurch brauchen manche länger, um grundlegende motorische Fähigkeiten im Wasser zu entwickeln.

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Das „Seepferdchen“, oft als wichtiger Meilenstein angesehen, garantiert noch keine sichere Schwimmfähigkeit. Es dient vor allem als Grundzertifikat und Motivation für weitere Fortschritte. Eltern werden zudem daran erinnert, sich nicht allein auf Rettungsschwimmer oder Schwimmhilfen zu verlassen. Markus Mootz, Ausbildungsleiter der DLRG-Ortsgruppe Fürth, rät Eltern, die Baderegeln einzuhalten und aufmerksam zu bleiben – etwa indem sie das Handy weglegen.

Schwimmkurse und Aktionen für mehr Sicherheit Die DLRG Fürth bietet zweimal jährlich Schwimmkurse für Kinder an, die sich über 15 Abende erstrecken und pro Durchgang etwa 42 bis 50 Kinder umfassen. Um die Wasserkompetenz zu fördern, veranstaltet der Playmobil-FunPark am Samstag, 13. Juni 2026, einen Familien-Aktionstag mit interaktiven Stationen und einer DLRG-Rallye.

Die hohe Zahl der Ertrinkungsunfälle 2025 unterstreicht den Bedarf an mehr Aufklärung und Vorsicht. Schwimmkurse, elterliche Aufsicht und das Verständnis für Gefahren im Wasser sind entscheidend, um Risiken zu minimieren. Veranstaltungen wie der Familien-Aktionstag sollen Familien für einen sicheren Umgang mit und am Wasser sensibilisieren.

Quelle