02 April 2026, 00:29

16 % weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 2024 noch immer auf 58 Tage unbezahlt arbeiten

Ein Plakat mit dem Text "Bist du einer von denen, die in dieser Krise unserer Geschichte kämpfen, ohne dass andere für dich kämpfen? Kämpfe oder zahle" und einer Waage auf der linken Seite.

16 % weniger Lohn: Warum Frauen in Deutschland 2024 noch immer auf 58 Tage unbezahlt arbeiten

Lohnungleichheit in Deutschland bleibt ein hartnäckiges Problem: Frauen verdienen 2024 durchschnittlich 16 % weniger als Männer – ein Wert, der über dem EU-Durchschnitt von 12 % liegt. Hochgerechnet entspricht dies 58 Tagen, an denen Frauen effektiv unbezahlt arbeiten. Aktivistinnen und Aktivisten bereiten sich bereits auf den Equal Pay Day 2026 vor, der am 27. Februar in Greifswald mit einer öffentlichen Veranstaltung in der STRAZE ab 17 Uhr stattfinden wird.

Kaum Fortschritt in 25 Jahren Die Lohnlücke hat sich in Deutschland nur langsam verringert: Der unbereinigte Gender Pay Gap sank von etwa 21 % auf 16–18 % bis 2025, während der bereinigte Wert – der Faktoren wie Berufswahl und Erfahrung berücksichtigt – bei stabil 6–7 % bleibt. Ähnlich zäh verläuft die Entwicklung in Österreich, wo sich die Lücke im gleichen Zeitraum lediglich um fünf Prozentpunkte verringerte. EU-weit liegt der Durchschnitt laut OECD und Europäischer Kommission bei rund 21 %, wobei langfristige Trends weniger detailliert erfasst sind.

Systematische Benachteiligung im gesamten Berufsleben Die Einkommensunterschiede betreffen Frauen in allen Karrierephasen – vom Berufseinstieg bis zur Rente. Zu den Hauptursachen zählen: - Höhere Teilzeitquoten (häufig aufgrund von Care-Arbeit), - Überrepräsentation in schlecht bezahlten Branchen, - Unbezahlte Sorgearbeit, die sich über die Jahre in geringeren Rentenansprüchen niederschlägt.

"Nahtlos durch die Nacht": Greifswald macht Druck Um auf die Missstände aufmerksam zu machen, organisiert das Bündnis Equal Pay Day MV – bestehend aus dem Landesfrauenrat, DGB Nord und weiteren Partnerinnen – die Aktion "Seamless Through the Night" in Greifswald. Ziel ist es, die Debatte anzufachen und politische Veränderungen voranzutreiben. Aktuelle Infos gibt es unter dem Hashtag #equalpaydaymv.

Equal Pay Day 2026: Weckruf gegen Lohnungerechtigkeit Die Kampagne in Greifswald will die finanziellen Nachteile, die Frauen im Laufe ihres Berufslebens erleiden, ins Rampenlicht rücken. Zwar gibt es leichte Verbesserungen, doch das zähe Tempo der Angleichung unterstreicht: Ohne gezielte Maßnahmen wird sich die Lücke nicht von allein schließen.

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AKTUALISIERUNG

Past Equal Pay Day Events Show Steady Progress

The Bündnis Equal Pay Day MV has maintained annual activism ahead of the 2026 Greifswald event. Key milestones include:

  • March 2024: Equal Pay Day marked in Boizenburg/Elbe with local officials.
  • March 2025: Flag-raising with Minister Jacqueline Bernhardt in Schwerin and a rally in Boizenburg/Elbe.
  • 2026 shift: The earlier 27 February date reflects a reduced pay gap from 18% in 2023 to 16%, accelerating the symbolic day.