15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen von Geflüchteten mit Behinderung in Regensburg
Rolf Wende15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen von Geflüchteten mit Behinderung in Regensburg
15. Inklusionsforum "Flucht. Migration. Behinderung" in Regensburg
Diese Woche fand im Landratsamt Regensburg das 15. Inklusionsforum unter dem Titel "Flucht. Migration. Behinderung" statt. Rund 35 Fachleute kamen zusammen, um sich mit den Herausforderungen von geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderungen auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt standen zudem Lösungsansätze für eine bessere Integration und die Stärkung von Unterstützungssystemen.
Landrätin Tanja Schweiger eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell an die Bedeutung starker Netzwerke, um vor Ort nachhaltige Verbesserungen zu erreichen. Unter den Teilnehmenden waren Expertinnen und Experten aus der Sozialarbeit, der Politik sowie aus Interessenvertretungen, die sich für eine behinderungsgerechte Migrationspolitik einsetzen.
Thematisch wurden zentrale Aspekte wie der Zugang zum Arbeitsmarkt, Sprachbarrieren und die geplante GEAS-Reform der EU diskutiert. Diese zielt auf eine Vereinheitlichung der Asylverfahren ab – unter anderem durch verpflichtende Registrierungen und beschleunigte Bearbeitung an den EU-Außengrenzen. Fünf Mitgliedstaaten – Deutschland, die Niederlande, Österreich, Dänemark und Griechenland – haben die Reform bereits umgesetzt oder deren Einführung angekündigt.
Deutschland verabschiedete im Februar 2026 das GEAS-Anpassungsgesetz, während Deutschland und die Niederlande auf schnellere Rückführungen drängen. Österreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande haben zudem eine Allianz gebildet, um gemeinsame Rückführungszentren für abgelehnte Asylbewerber einzurichten.
Die Veranstaltung betonte die Notwendigkeit maßgeschneiderter Hilfsangebote, damit geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderungen gleiche Chancen auf Wohnraum, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe erhalten.
Zum Abschluss gab es Aufrufe zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen EU-Staaten und lokalen Behörden. Die Umsetzung der GEAS-Reform wird voraussichtlich künftige Asyl- und Behindertenrechtspolitik prägen. Fachleute wiesen darauf hin, dass ein kontinuierlicher Dialog entscheidend bleibt, um Versorgungslücken für besonders schutzbedürftige Migrantengruppen zu schließen.






